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Huschlagfiguren sind bungen fr Pferd und Reiter, sie werden auf genau festgelegten geraden, gebogenen, kreis- oder schlangenfrmigen Linien geritten. Vorraussetzung hierfr ist die Kenntnis der Zirkelpunkte.
Das reiterliche Knnen sollte soweit fortgeschritten sein das Wendungen mit korrekter Hilfengebung geritten werden knnen.

Hufschlagfigur: Die ganze Bahn


Man reitet entlang der Bande, vor einer Ecke macht man das Pferd mit einer halben Parade auf die Wendung aufmerksam und achtet besonders auf die inneren Gewichts- und Schenkel-hilfen.

  • Durch die halbe Bahn wechseln (blauer Pfeil)
  • Durch die ganze Bahn wechseln (weier Pfeil)

Rechte Abbildung:


Durch die Lnge der Bahn wechseln (blaue Linie - roter Pfeil)
Durch die Lnge der Bahn geritten (rote Linie - blauer Pfeil)

Linke Abbildung:


1) Volte - eine Volte ist ein kleinerer Zirkel von 6 - 10 m Durchmesser.
2) Aus der Ecke kehrt - Man reitet aus der Ecke herraus eine halbe Volte und kehrt auf den gewechselten Hufschlag zurck.
3) Eine normale Wendung linksum
4) Eine gerittene Acht

Rechte Abbildung:

Auf dem Zirkel - Man reitet einen sauberen Kreis (Dicke Linie)


Durch den Zirkel wechseln - Man wechselt die Hand, bleibt aber auf dem gleichen Zirkel (siehe kleiner weier Pfeil)


Aus dem Zirkel wechseln - man achtet darauf beim Wechseln des Zirkels die Hand zu wechseln (siehe groer Pfeil)

Linke Abbildung:


Verschiedene Formen von mglichen Schlangenlinien

Hindernisse
Als "Hindernis" kann alles bezeichnet werden, was dem Reiter auf seinem Weg in die Quere kommen und berwunden werden kann.

Hindernisse werden unterschieden in Naturhindernisse und knstliche, feststehende und bewegliche Hindernisse.

Naturhindernisse begegnen dem Reiter z.B. beim Ausritt (Bachlufe oder umgefallene Bume), bei der Jagd, bei Gelndeprfungen und Querfeldeinstrecken im Vielseitigkeitssport.

Knstliche Hindernisse findet der Reiter im Springparcour. Der Aufbau eines solchen Parcours erfolgt nach den Richtlinien der LPO (Leistungs-Prfungs-Ordnung) die von der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) herausgegeben wird.


Nachfolgend einige der bekanntesten Hindernisse eines Parcours:
Steilsprung

Der Steilsprung

Das einfache Rick. Dieser Steilsprung zhlt zu den Hochsprngen. Andere Steilsprnge sind: Mauer, Elefantensprung, Gatter, Zaun usw.

Mauer

Die Mauer

Die Mauer ist ebenfalls ein Steilsprung

Oxer

Der Oxer

Der Oxer ist gebaut aus zwei Ricks und zhlt zu den Hochweitsprngen. Andere Hochweitsprnge sind Triplebarre, Trakehner Graben usw.

Triplebarre

Die Trippelbarre

Die Triplebarre ist ein Hochweitsprung und wird meist aus drei Ricks gebaut.

Wassergraben

Der Wassergraben

Der Wassergraben ist ein "Nur-Weitsprung".

Trakehner Graben

Der Trakehner Graben

Der Trakehner Graben zhlt zu den Hochweitsprngen.

Billard

Das Billiard

Das Billard ist ein Niveauhindernis (Auf- Absprung)

Pulvermanns Grab

Pulvermanns Grab

Pulvermanns Grab zhlt zu den Niveauhindernissen (Ab- Aufsprung).

Roter Fingerhut
Roter Fingerhut
Grobltiger Fingerhut
Grobltiger Fingerhut
Gelber Fingerhut
Gelber Fingerhut
Herbstzeitlose
Herbstzeitlose
Maiglckchen
Maiglcken
Adonnisrchen
Sommer Adonnis-
rchen
Liguster
Schllkraut
Schllkraut
Wasserschierling
Wasserschierling
Gefleckter Schierling
Gefleckter
Schierling
Bilsenkraut
Bilsenkraut
Eibe
Eibe
Frhlings-Adonisrschen
Frhlings-
Adonisrschen
Tollkirsche
Tollkirsche
Goldregeb
Goldregen
Robinie
Robinie
Buchsbaum
Buchsbaum
Eiche
Eiche

Wissenswertes rund ums Pferd

Als das schnellste Pferde der Welt ber die Viertel-Meilen-Distanz (ca. 400 Meter), von der sich auch sein Name Ableitet, ist das Quarter Horse auch heute noch bekannt. Ein gutes Quarter Horse luft diese Strecke in weniger als 23 Sekunden! Die Hchstgeschwindigkeit von etwa 76 km/h erreicht es dabei nach etwa 80 Metern. Ab 130 Meter fllt die Geschwindigkeit auf ungefhr 72 km/h ab, aber diese hlt das Pferd bis zum Ziel durch. ber die Viertel-Meilen-Distanz schlgt das Quarter Horse an Schnelligkeit sogar das Englische Vollblut.

Der schwarze Hengst "Billy Bay" lief unter seiner Reiterin "Virginia Slade" im Jahre 1864 in genau 21 Minuten 12 Meilen, das sind 19,2 Kilometer! Der Weg fhrte dabei ber steiniges Gelnde, Hgel hinauf und hinunter, durch hohes Gra und ber rauhen Boden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag, trotz dieser schlechten Bodenverhltnisse, bei unglaublichen 55 km/h.

Auch General Custer ritt mit seiner ganzen Schwadron 225 km weit in nur 17 Stunden, wenn man seinem Tagebuch Glauben schenken darf.

 1. Du sollst Dich nicht um die Vergangenheit Deines Nchsten kmmern.
 2. Du sollst zu einem Fremden gastfreundlich sein und fr sein Wohlergehen selbst Dein Leben einsetzen.
 3. Du sollst jedem feind eine fire Chance geben und ihn nur bekmpfen, wenn er das Weie in Deinen Augen sehen kann.
 4. Du sollst auf keinen unbewaffneten Mann schieen und von einem Gegner, der aufgibt, ablassen.
 5. Du sollst keine Beleidigung aussprechen, ohne mit ernstesten Konsequenzen zu rechnen.
 6. Du sollst nicht undankbar sein.
 7. Du sollst Dich verteidigen, wann immer Selbstverteidigung notwendig ist. Dabei spielt Dein Leben keine Rolle, wichtig allein ist Deine Ehre und Selbstachtung.
 8. Du sollst keinem etwas wegnehmen, was Dir nicht gehrt.
 9. Du sollst hifsbereit sein, den Schwachen und Frauen beistehen und sie gegen alles und jemanden verteidigen und nicht dulden, da hnen auch nur ein Haar gekrmmt werde.
10. Solange niemand Deine Hilfe verlangt oder erwartet, kmmere Dich um Dich selbst.

(Aus: H.J.Stammel, "Der Cowboy- Legende und Wirklichkeit von A-Z" , 1972.)

Wenn ein Pferd dem Cowboy weglief, versuchte er als letztes Mittel um es aufzuhalten, das Pferd zu "creasen" (zu deutsch: kneifen). Der Cowboy scho dem Pferd in einen bestimmten Teil des Obernackens. Der Schock durch den Aufprall der Kugel dicht an der Wirbelsule bewirkte eine kurzweilige Betubung des Pferdes.

Frher wandte man diese schwierige wie auch uerst grausame Methode an, um Mustangs einzufangen. Meist aber hatte der Versuch, ein Pferd zu creaseb, den sofortigen Tod des Tieres zur Folge.

Letztendlich war in einem solchen Fall dem Cowboy wohl sein Sattel wertvoller als sein Pferd: Mit dem Entschlu, den Versuch zu wagen, das Pferd zu creasen, setzte der Cowboy fr sein Sattelzeug, mit dem sich das Reittier ansonsten davongemacht htte, bewut das Leben seines Pferdes aufs Spiel.

Der Cowboy verstand unter dem Begriff "Pony" brigens jedes eingerittene Sattelpferd, ganz besonders aber seine Lieblings- bzw. besten Rinderpferde, und keineswegs ein "kleines Pferd" wie wir. Der Ausdruck "Pony" im Srachgebrauch des Cowboys ist fr ein Pferd als Aufwertung zu verstehen und keineswegs als "Verniedlichung" oder gar abfllig gemeint, wie es manch europischer "Herrenreiter" gern sehen wrde.

Am 3. April 1860 wurde der spektakulrste Exprereiter-Dienst, der sogenannte Pony-Express erffnet. Auf der Stecke von St. Joseph in Missouri nach Sacramento in Kalifornien waren 156 verwegene Reiter, denen die 500 schnellsten Langstreckenpferde der USA zur Verfgung gestellt wurden, insgesamt 3120 Kilometer unterwegs, um in einer durchschnittlichen Zeit von 240 Stunden die Post zu transportieren.

Manchmal schafften die Exprereiter die Stecke sogar in nur 8 Tagen. Der Preis von 5 Dollar fr einen Brief bis zu 14 Gramm war saftig, aber dafr brachte ihn der Reiter am Tag durchschnittlich 320 Kilometer weit durch die Wildnis an seinen Bestimmungsort. Als dann die Western Union Telegraph Company am 21. Oktober 1861 die erste Transkontinental-Telegraphenverbindung herstellte, war der Pony-Express sinnlos geworden, und die Linie wurde eingestellt.

Das reiten von bockenden Pferden hatte sich zum Sport entwickelt, der auch heute noch bei Rodeoveranstaltungen der Hhepunkt des Programms ist. Acht Sekunden mu sich der Reiter auf einem wild bockenden Pferd halten knnen. Bei solchen Wettbewerben wird jedem Rodeoreiter ein Pferd zugelost.

Damit die Pferde besser buckeln wird ihnen ein 10 bis 14 cm breiter Bauchgurt (meist dick mit Fell abgepolstert) um den hinteren Bauchbereich (Flanke) geschnallt. Dies ist den Pferden jedoch unangenehm und sie versuchen sich durch Buckeln davon zu befreien. Dies ist zwar nicht gerade Tierfreundlich, es wird aber keinesfalls etwas von den Genitalien eingeklemmt, wie viele denken.

Wenn man aber bedenkt, da diese Rodeopferde ansonsten mglichst ohne Menschenkontakt (um sie im wesentlichen wild zu belassen) auf weiten Weiden in einer Herde gehalten werden, wird mann dennoch erkennen mssen, da es so manches Reitpferd in seinem Leben nicht so gut getroffen hat.

brigens wird Rodeo immer noch mit Westernreiten gleichgesetzt. Die Reitweise hat aber nicht das geringste mit dem Reiten von buckelnden Pferden zu tun. Rodeo und Westernreiten haben lediglich den gleichen Ursprung, aber ganz andere Zielsetzungen.

Nervse Pferde zu beruhigen ist gar nicht so einfach, denn meist ist dann auch der Reiter nervs. Einen wirklichen Erfolk kann man aber nur erzielen, wenn auch der Reiter ruhig ist, denn an ihm orientiert sich das Pferd - vorausgesetzt natrlich, das Pferd akzeptiert seinen Reiter als Ranghheren und hat entsrechendes Vertrauen zu ihm.

Bei allen Tips und Tricks zur Pferdeberuhigung mu man sehr deutlich zwischen tatschlicher Beruhigung und bloem Gefgigmachen unterscheiden. Eine Beruhigung erzielt man in erster Linie durch Vertrauen. Beim Gefgigmachen werden meist Mittel angewendet, die das Pferd zwar schnell ruhig stellen, aber nicht seine Angst abbauen und keinesfalls auf einer Vertrauensgrundlage beruhen.

Der Cowboy und der Indianer wandten hier in der Regel Methoden an, die gewisse Sinneswahrnehmungen oder wichtige Krperfunktionen einschrnkten und so das Pferd gefgig machten: Die Ohrzwinge dmmte die Hrfunktion ein, beim Griff um die Nase des Pferdes war die Atmung eingeschrnkt und durch das Abdecken der Augen konnte das Pferd nichts mehr sehen.

"Wring-Schweif-Pferde" bekommt man in Westernfilmen hufig zu sehen. Der unwissende Zuschauer sieht darin Lebensfreude und Temperament eines Pferdes. In Wirklichkeit sind dies aber Anzeichen von Schmerzen, da das Tier geqult wird. Nicht selten wird es mit der Peitsche geschlagen, mit Sporen traktiert und mit der Kandare im Maul gerissen. Solche Bilder sind reine Tierqulerei! Ein Filmproduzent sagte dazu: "Na und? Die Zuschauer haben keine Ahnung. Die mgen so was. Das sieht verdammt gut aus!"

(Aus: H.J.Stammel, "Der Cowboy- Legende und Wirklichkeit von A-Z" , 1972.)

Um Pferde besser zu verstehen, sollte man nicht bis Weihnachten warten. Ein Aberglaube der Cowboys besagte nmlich, da Pferde am Heiligen Abend um Mitternacht sprechen knnten.

Wie jeder Waldlufer und Cowboy grundstzlich feuchte Stellen mied, die mit gelblichem Gras bewachsten sind, sollte dies auch jeder Wanderreiter tun. Dies sind nmlich deutliche Anzeichen fr Sumpfgebiete, die Pferd und Reiter zum Verhngnis werden knnen! Sumpf entsteht bevorzugt in baumloser Gegend mit vielen Teichen, Seen oder Tmpeln.

Wenn sich ein Pferd nicht einfangen lat, ohne es mit Leckereien zu locken oder anderweitig zu berlisten, sollte das fr den Reiter auf jeden Fall ein Alarmsignal sein. Ein solches Verhalten bedeutet, da sich das Pferd beim Gerittenwerden nicht wohl fhlt und sich darum vor der Arbeit drcken will. Viel schner ist es wenn das Pferd freudig auf seinen Reiter zukommt, egal, ob dieser einen Apfel oder ein Halfter in der Hand hat.


Die Mhne ist kein Wetterschutz, wie hufig behauptet wird. Sie ist eine durch Genmutation entstandene Laune der Natur, die vom Menschen gezielt weitergezchtet wurde.
Ursprnglich fielen bei Pferden -wie bei anderen Equiden auch- Mhnen- und Schweifhaare beim Fellwechsel regelmig mit aus. Deshalb haben beispielsweise Esel, Zebras, Onager und Przewalskij-Pferde nur kurze Stehmhnen. Ein Gendefekt namens Hypertrichie sorgte dafr, da bei einigen Pferden Mhne und Schweif beim Fellwechsel nicht ausfielen und zu langer Pracht wuchsen. Das gefiel dem Menschen so gut, da die Pferde mit Stehmhnen von der Zucht ausgeschlossen und gezielt die Mhnentrger frderten. Der Erfolg ist weltweit sichtbar: Fast alle Hauspferde (Ausnahme: amerikanische Curly Horses, von denen viele Mhne und Schweif im Fellwechsel abwerfen) tragen heute das Gen fr Hypertrichie. Selbst Przewalskij-Wildpferde knnen eine Hngemhne haben - vorausgesetzt, sie tragen den Gendefekt oder ihr Fellwechsel wurde durch Unterernhrung gestrt. Weil sie jedoch nie gezielt auf Hngemhne selektiert wurden, bleibt dieser Gendefekt bei Wildpferden die Ausnahme.


Fr den Fellglanz sorgt eine Genmutation, die den Aufbau der Haare strt. Dadurch ist bei Achal Tekkinern das Mark in den einzelnen Haaren sehr dnn. Manchmal fehlt es vllig. Zwischen Mark und Rinde des Haars liegt eine dnne, transparente Schicht, die wie ein Kristall das Licht bricht und reflektiert. Diese dnne Schicht ist bei vielen Achal Tekkinern zustzlich gebrochen, wodurch noch mehr Lichtstrahlen reflektiert werden.
Dieser Gendefekt, der das Fell zum leuchten bringt, kann auch bei anderen Pferderassen vorkommen, etwas Arabern, Terskern oder Budjonnys. Je mehr Fellhaare den Defekt tragen, desto intensiever glnzt das Pferd. Schimmel werden dadurch silbern, Fchse glnzen wie Kupfer, und Achal Tekkiner leuchten golden.


Die Haare von Schimmeln enthalten im Gegensatz zu farbigen Haaren kein Pigment (Melanin). Sie sind farblos und erscheinen wei. Verantwortlich dafr ist das Schimmel-Gen. Es ist gegenber allen anderen Farbgenen, die ein Pferd von seinen Eltern erbt, dominant, setzt sich also sichtbar durch. Deshalb werden Schimmel zunchst dunkel geboren. Die Farbe, die sie als Fohlen zeigen (Schecke, Rappe, Fuchs oder Brauner) ist ihre wahre Farbe. Sie wird mit den Jahren vom Schimmel-Gen berdeckt: Die Pferde werden immer weier, sie "schimmeln" aus. Weil das Schimmel-Gen auch aparte Fellmuster wie Tigerscheckungen lscht, sind Schimmel in allen Farbzuchten (Appaloosas, Knabstrupper, Lewitzer, Paints) tabu.
Echte Schimmel haben stets schwarze (pigmentierte) Haut. Weil sich beim Ausschimmeln das Pigment aus dem Haar in die Haut zurckzieht, vermuten manche Forscher darin die Ursache fr den sogenannten "Schimmelkrebs", also Hautgeschwre (Melanome), die vor allem bei Schimmeln vorkommen. Bewiesen ist das bisher nicht.
Pferde, die wei geboren werden, unterscheiden sich genetisch deutlich von Schimmeln. Sie heien Weigeborene (blaue Augen, rosa Haut) oder Albinos (rosa Haut, rote Augen). Weigeborene gibt es hufiger in Rassen, in denen es Tiegerschecken (Appaloosas, Knabstrupper) oder Isabellen (Lusitanos) gibt.


Den Aalstrich, der bei manchen Pferden wie ein dunkler Pinselstrich vom Genick (sichtbar etwa an den dunklen Haaren in der Mhne von Fjordpferden oder Dlmenern) bis zum Schweifansatz luft, gibt es bei vielen Tieren. Abessinerkatzen, Aalstrich-Klettermaus, Hckergnse, Dsungarische Zwerghamster, Kaninchen, Ziegen, Esel und alle ursprnglichen Pferderassen wie Koniks und Przewalskis haben ihn; ebenso alle Falben, egal welcher Rasse. Selbst bei Fchsen und Braunen schimmert er manchmal noch durch.
Der Aalstrich gilt als Relikt aus Wildpferdetagen. Wofr er einmal gut war und warum er sich bis heute hielt, ist allerdings unklar.
Ob der Aalstrich ebenso wie die Streifen der Zebras eine Tarnung war, ist Spekulation.
Ebenfalls Spekulation, aber wahrscheinlich: Die Pferde entwickelten sich vor 60 Millionen Jahren zunchst im Wald. Dort, zwischen scheckigem Laub am Boden und dem durch Bltter gebrochenem Licht von oben, bewhrte sich ein Tarn-Fell, das hnlich gestreift war wie das von Frischlingen oder jungen Tapieren. Als die Pferde spter vom Wald- zum Steppenbewohner wechselten, nderte sich auch ihr Fell: Vor etwa 30 Millionen Jahren verschwanden die bis dahin ganz normalen Streifen bei Pferden.


Weil nicht jedes Pferd diesen Spezialgang geerbt hat. Die Veranlagung zum Tlt ist genetisch bedingt. Bis zum Mittelalter war Tlt bei Pferden normal und erwnscht. Er war bequem, weil er den Reiter nicht so stark warf wie beim Trab. Als weite Reisen und Transporte in Kutschen statt auf Pferden blich wurden, war der stark werfende Trab kein Problem mehr. Tltende Pferde wurden aus den meisten Zuchten verbannt, weil sie nicht so gut zogen wie trabende Pferde und nicht so schnell waren.
Wo die Wege holprig und der Einsatz von Kutschen schwierig war, reiste man weiter hoch zu Ro und bewahrte den fr den Reiter komfortablen Tlt - etwa auf Island, in Turkmenistan, Afghanistan und Sdamerika. Wenig Straen, viel Tlter.

Pferde sind Pflanzenfresser und kauen stndig hartes, zellulosehaltiges Futter. Dazu brauchen sie viele breite Backenzhne mit groen Kauflchen. Der extrem lange Kiefer bietet dafr gengend Platz. Dabei gelingt der Natur ein heikler Spagat: Damit der groe Schdel nicht zu schwer wird - was eine enorme Halsmuskulatur erfordern wrde - besitzt der Pferdeschdel diverse Hhlen und Hohlrume, die unter anderem Gewicht sparen.

In der Dmmerung sehen Pferde besser als Menschen. Wie bei Rehen und Katzen liegt hinter ihrer Netzhaut im Auge eine fluoreszierende Leuchtschicht. Dieses Tapetum lucidum leuchtet gelb, orange oder blulich und schickt einen Teil der Lichtstrahlen ein zweites Mal durch die Lichtsinneszellen der Netzhaut. Es wirkt deshalb wie ein Restlichtverstrker und sorgt fr deutliche Sicht.

 


 

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